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Genehmigungsverfahren für die Erweiterung des Stadthafens Waren (Müritz) abgeschlossen

Durch Erweiterung des Stadthafens Waren (Müritz) um ca. 1 ha wird der Marina-Standort unter Neuorganisation der Service-Funktionen kapazitiv und funktional entwickelt und eine klare Trennung zu den Anlegebereichen der Fahrgastschifffahrt erreicht. 

Das komplexe Vorhaben umfasst:

  • die Erweiterung der Liegeplatzkapazität von derzeit ca. 180 auf ca. 250 Liegeplätze, insbesondere für größere Sportboote von 12 bis 15 m Länge,
  • die Neuerrichtung und Ertüchtigung der Anlegestellen für die Fahrgastschifffahrt
  • die Schaffung neuer technischer Serviceeinrichtungen für den Sportboothafen (Tankstelle, Krananlage, Absauganlage),
  • die Neuerrichtung der Nordmole (145 lfm) und der Südmole (85 lfm) in massiver Bauweise und hochwertiger Ausstattung als Wellenbrecheranlagen zum Schutz des Hafenbeckens,
  • den Bau einer rückwärtig verankerten Uferspundwand und bodenverbessernde Maßnahmen zur stabilen Gründung der Flächenbefestigungen, Versorgungsleitungen und Serviceeinrichtungen im südlichen Hafenareal,
  • die Flächenbefestigungen der Verkehrs- und Promenadenflächen mit Natursteinpflaster einschließlich deren Begrünung und Ausstattung.

Die ungünstigen Baugrundverhältnisse erfordern eine ingenieurbautechnisch anspruchsvolle Gründung der Molen  mittels einer Pfahlbock-Konstruktion in bis zu 40 m Tiefe. Durch die exponierte Lage der Molen zur Hauptwindrichtung sind zudem hohe statische und konstruktive Anforderungen an den Stahlbeton-Überbau gestellt.

In einem Landschaftspflegerischen Begleitplan und einem Artenschutzfachbeitrag werden die Umweltbelange zum Hafenausbau berücksichtigt. Maßgebend für die Eingriffsbemessung sind Beeinträchtigungen durch die landseitige Erschließung sowie Auswirkungen auf die bereits vorbelastete Wasserfläche der Binnenmüritz durch die Gründungs- und Rammarbeiten. Schwerpunkt der Maßnahmenkonzeption ist die Ausweisung bauzeitlicher und artenschutzrechtlicher Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen sowie die Festlegung einer externen Kompensationsmaßnahme.

Die Freianlagenplanung des neu erschlossenen Hafengebietes wird dem gehobenen Gestaltungsanspruch als maritimes Zentrum des Heilbades gerecht. In enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Rahmenplaner wurden unterschiedliche Gestaltungsansätze diskutiert. Durch eine für Lastverkehr befahrbare, promenadenartig gestaltete Mischverkehrsfläche sind alle Funktionen für den Hafenbetrieb gewährleistet. Die mit Großbäumen und Aufenthaltsbereichen gegliederte Promenade sowie die mit hochwertigem Natursteinbelag ausgestatteten Molen laden zum Verweilen ein.

Durch die SKH Ingenieurgesellschaft mbH erfolgte die umweltfachliche Planung zum Hafenausbau (LBP, AFB) einschließlich der Mitwirkung im wasserverkehrsrechtlichen Genehmigungsverfahren nach § 6 (1) WVHaSiG M-V. Des Weiteren wurde die Freianlagenplanung des südlichen Hafenareals und der Molen über die Leistungsphasen 1 bis 6 der HOAI entwurfs- und ausführungstechnisch erarbeitet. Anhand einer Visualisierung wurde der Planungsprozess und die Information der Öffentlichkeit maßgeblich unterstützt.

Die durch das Land Mecklenburg-Vorpommern geförderte Investitionsmaßnahme soll bis zum Herbst 2016 durchgeführt werden.

Zusätzliche Informationen zum Hafenausbau erhalten Sie unter infoskh-ingenieure.de oder unter http://www.waren-mueritz.de/bgservice/bs10.html