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News [ibes]

Hohe Ingenieurskunst bei der Sanierung des Ottendorfer Viaduktes

Am 25.08.2015 wurde die neue, ca. 70 m lange Bahnbrücke vom Montagegerüst auf die Widerlager verschoben. IBES-Geotechniker begleiteten das Vorhaben.

Das aus dem Jahre 1852 stammende sog. Ottendorfer Viadukt, eine Gewölbebrücke mit 5 Pfeilern, wird im Rahmen der Ertüchtigung der Strecke Riesa-Chemnitz auf eine Richtgeschwindigkeit von 120 km/h durch einen rahmenversteiften Stabbogen ersetzt. Durch die IBES Baugrundinstitut Freiberg GmbH wird seit 2011 diese Baumaßnahme intensiv geotechnisch in den jeweiligen Planungsphasen beraten und letztendlich in der Bauausführung im Rahmen einer geotechnischen  Fachbauleitung betreut. Hierzu wurden u.a. Baugrund- und Bauwerkserkundungen für verschiedene Aufgabenstellungen ausgeführt, die entsprechenden Baugrund- und Bauwerksgutachten erstellt sowie Standsicherheitsberechnungen, auch für verschiedene Bauzustände, vorgenommen.

Aufgrund der vergleichsweise kurzen Bauzeit (31.05. - 03.10.2015) mussten von allen am Bau Beteiligten kurzfristig Entscheidungen getroffen werden. So wurde z. B. an vier Wochenenden, innerhalb von jeweils 48 h, mittels schweren Rammsondierungen (DPH) und maschinellen Kernbohrungen der Baugrund im Bereich der geplanten Bohrpfähle nacherkundet, um Hindernisse bereits im Vorfeld festzustellen. Die IBES hatte hierzu im Dreischichtbetrieb die Sondierarbeiten ausgeführt und die Bohrarbeiten geotechnisch betreut.

Am 25.08.2015 begann die kniffligste Zeit auf der Baustelle. Die ca. 900 Tonnen schwere Stahlbrücke wurde vom Montagegerüst auf die Widerlager verrückt. Die 16 Meter wurden in ca. neun Stunden zurückgelegt. Die Stahlbrücke lag auf insgesamt vier Verschub-Bahnen auf. Auf den zwei Hauptverschubbahnen wurde, mit zwei Pressen mit ca. 10 bis 15 Tonnen, die Brücke mit jedem Hub um ca. 1,5 m verschoben.

Während der gesamten Planung und Ausführungszeit waren IBES-Ingenieure ständig in das Baugeschehen eingebunden. Die Gründungssohlen der Stützen wie auch der Widerlager und Stützmauern wurden durch Ingenieure der IBES Baugrundinstitut Freiberg GmbH abgenommen und für die weitere Überbauung freigegeben. Letztlich waren diese Baugrunduntersuchungen und -beurteilungen sowie erdstatischen Berechnungen maßgebend dafür, dass der Verschub der Brücke ohne Komplikationen, d. h. zum Beispiel unerwartete Setzungen, erfolgt ist.

Der Verschub der Brücke wurde durch das Team von "Aerosachs" aus Rossau mit einer Flugdrohne in Luftaufnahmen und zusätzlich im Zeitraffer festgehalten. Das Video ist unter nachfolgenden Links abrufbar.

Das Bauwerk wurde am 04.10.2015 für den Zugverkehr freigegeben und die Streckensperrung Mittweida-Chemnitz planmäßig aufgehoben.

http://www.mittelsachsen-tv.de

https://www.youtube.com/watch?v=JCFgPUa9e4w

Zusätzliche Informationen erhalten Sie unter kontaktibes-freiberg.de

Ansprechpartner: Herr P. Ihle (Tel.: 03731 7989-0)

Luftaufnahme vom 25.08.2015; Quelle: Aerosachs