Startseite  |  Kontakt  |  Impressum  |  Datenschutz 
 
 
News [heinrich]

Ufersicherung Markleeberger See mittels biologischem Verbau abgeschlossen

Nach der Flutung der Tagebaurestlöcher entstehen im Leipziger Land und in der Lausitz riesige Wasserflächen, welche nachhaltig durch die Bevölkerung genutzt werden. Infolge von Windereignissen kommt es auf den großen Wasserflächen zu einer erheblichen Wellenbildung, welche mit ihrem Wellenschlagim Bereich der Ufer starke Umlagerungen und Erosionserscheinungen mit sich bringen. Diese können Nutzungseinschränkungen oder sogar Stabilitätsprobleme des vorhandenen Böschungssystems zur Folge haben. Damit die Erosions- und Umlagerungserscheinungen entlang der Uferbereiche der neu entstandenen Seen minimiert werden, sind wasserbauliche Maßnahmen zwingend erforderlich.

Insbesondere an den Nord-Ost-Ufern, welche infolge der Hauptwindrichtung besonders stark betroffen sind und im Bereich der Kippen, entstehen teilweise meterhohe Kliffbildungen, welche durch ingenieurtechnische oder ingenieurbiologische Maßnahmen vor weiterer Erosion geschützt werden müssen. Die beobachteten und berechneten Wellen haben Höhen zwischen einem halben Meter bis 90 cm und stellen damit erhebliche Belastungen für die feinen Sande, wie wir sie an den Uferbereichen finden, dar. Damit die Uferbereiche nachhaltig geschützt werden, müssen wasserbauliche Maßnahmen, wie wir sie aus dem Küstenschutz kennen, verbaut werden. Dies können Wellenbrecher, Buhnen oder ähnliches sein.

Am Markleeberger See wurden verschiedenste Maßnahmen zur Ufersicherung durchgeführt. Zum einen kamen Wellenbrecher zum Einsatz. Es ist ein ingenieurbiologischer Verbau in Form von einem Rangenverbau eingebracht worden sowie eine Buhne zur Verhinderung des Küstenlängstransportes und damit zur weiteren Verlandung im Bereich des Kanuparks Markkleeberg.

Durch die Dr.-Ing. Heinrich Ingenieurgesellschaft mbH wurden diese Maßnahmen, wie auch die Erstellung eines Wind-Wellen-Gutachtens überalle Phasen der HOAI betreut undin der Realisierung von Herbst 2013 bis Mai 2014 überwacht, sodass zum Beginn der Badesaison 2014 die Uferbereiche wieder uneingeschränkt nutzbar waren.